Pop-Tarts

Kennt ihr Pop-Tarts, dieses amerikanische Fertig-Gebäck zum Toasten?

Wer noch nie davon gehört hat, kann sich unter Pop-Tarts folgendes vorstellen: Ein Gebäck ähnlich einer Apfeltasche, das aber nicht aus Blätterteig oder Plunderteig, sondern zwei Mürbteig-Schichten besteht. Pop-Tarts sind recht flach und knusprig, können kalt aus der Packung gegessen werden oder warm (getoastet bzw. ein paar Sekunden lang in der Mikrowelle erhitzt). Inzwischen gibt es die Pop-Tarts in unglaublich vielen Varianten und Geschmacksrichtungen. Besonders angetan haben es mir die Sorten Chocolate Chip Cookie Dough, Chocolate Fudge, S’Mores, Cookies & Cream und Applestrudel. Kellogg’s verkauft das Gebäck, das es übrigens schon seit den 1960er Jahren gibt, nämlich vor allem in den USA.

In unserem Online-Shop: Pop-Tarts

M&M’s Cupcakes mit Marshmallow Fluff Creme

Zutaten für 28 Cupcakes:

  • 4 Eier
  • 1 TL Vanille Extract
  • 300 ml Buttermilch
  • 360g Mehl
  • 450g Zucker
  • 3 ½ TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 230g Butter
  • M&M’s

Creme:

Backofen auf 175 °C vorheizen. Papierförmchen in Muffinblech legen. Eier, Vanille Extrakt und Buttermilch gut verrühren.
Mehl, Backpulver und Salz vermischen.
In einer separaten Schüssel Butter und Zucker flaumig rühren.
Langsam die Hälfte der Buttermilchmischung und die Hälfte der Mehlmischung dazugeben und gut verrühren.
Dann den Vorgang mit der restlichen Buttermilch- und Mehlmischung wiederholen.
Den Teig halb voll in die vorbereiteten Muffin Förmchen füllen.
Für ca. 15 Minuten backen oder bis kein Teig mehr am Messer kleben bleibt.
Abkühlen lassen. Anschließend mit einem Messer ein Loch aus dem Küchlein schneiden und dann mit M&M’s füllen.

Für die Creme Mascarpone, Frischkäse, Puderzucker und Marshmallow Fluff gut verrühren. Die Creme in einen Spritzbeutel füllen und die Muffins damit verzieren.

So wird richtig geknabbert…

Mir fällt sehr oft auf, das die richtigen Dinge falsch gegessen werden. So eben auch Tortilla-Chips. Denn wer die Tüte aufreißt und die Maisecken direkt aus der Tüte greift, dem geht einiges an Genuss verloren. Denn wie auch des Nachos große Bruder, dem Teigfladen, der auch Tortilla heißt, müssen eben diese warm gegessen werden. Also die Nachos raus aus der Tüte, auf einen Teller oder Brettchen anrichten (Unterlage muss hitzebeständig sein), am besten nach belieben Edamer oder Gouda darüber streuen,Bestreut die kalten Nachos mit Käse und ab damit für 8-10 Minuten bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen oder bei mittlerer Stärke für 1-2 Minuten in die Mikrowelle.Ye_Old_White_Horse,_Holborn,_London_(3785360109)

Ich empfehle ihnen die Backofenvariante, aber aus der Mikrowelle schmeckts auch bombastisch. Dazu sollten die Dips gesondert angerichtet werden. Salsa sollte frisch gekühlt sein, Cheesedip definitiv heiß sein, dann ist es wie im Kino. Wer jetzt immer noch seine Nachos kalt verspeist, nun ja, dem geht einiges an Genuss verloren…

Amerikanische gegrillte Hot Dogs

Zutaten

  • 8 Würstchen, Hot Dog-, möglichst Rindswürstchen
  • 8 Hot Dog Buns
  • Senf
  • Ketchup
  • 1 große, feingehackte Zwiebel
  • Gurkenrelish

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 15 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 45 Min. Ruhezeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal

Den Grill vorbereiten.
Die Hot-Dog-Würstchen von allen Seiten grillen, bis sie braun sind. Die Hot-Dog-Buns aufschneiden, mit Senf und Ketchup bestreichen, danach die Würstchen auf den Buns platzieren und nach Belieben die Zwiebeln und das Relish darauf geben. Die Brötchen zusammenklappen und genießen. Der HotDog-Kracher schlechthin!

So sieht er dannj aus, wenn Sie alles richtig gemacht haben :D
So sieht er dann aus, wenn Sie alles richtig gemacht haben 😀

 

 

Kelloggs – Cornflakes

Jeder kennt sie! (Fast) jeder liebt sie! Und sie sind wirklich überall präsent – die wunderbaren Frühstücksprodukte von Kelloggs. Und wie gewohnt bei unseren Anekdoten zum speziellen Firmenwissen beginnt auch diese Geschichte vor langer, langer Zeit…

 

Alles begann ganz romantisch mit einem Zufall. Im Jahre 1866 gründeten die beiden Siebenten-Tags-Adventisten James und Ellen G. White im beschaulichen Battle Creek, Michigan, circa mittag zwischen Chicago und Detroit gelegen, das Sanatorium “Western Health Reform Institute“ zur geistigen und körperlichen Heilung im Einklang mit ihrer Religion, einer evangelischen Variante des lutherischen Christentums, welche den Samstag an statt des Sonntags als Tag der Auferstehung sieht. Ganz wichtig und zentral in dieser Variante ist eine sehr bewusste und gesunde Ernährung unter gänzlichem Verzicht auf Fleisch. Also bestanden die Grundnahrungsmittel auf Getreidebasis, vor allem aber wurde Brot verzehrt. Zehn Jahre nach Eröffnung im Jahre 1876 stellten die beiden Gründer den frisch promovierten Arzt und ihren persönlichen Protegé Dr. John Harvey Kellogg als medizinischen Leiter für das Western Health Reform Institute ein. Dieser benannte es prompt in “Battle Creek Sanitarium“ um. J. H. Kellogg war ein stets wacher Geist, welcher in allem eine mögliche Innovation sah. So war er mit der einseitigen Ernährung und deren Angebot an Nahrungsmitteln sehr unzufrieden, woraufhin er nach Methoden und Möglichkeiten suchte, diese stetig weiter zu entwickeln und zu verbessern.  Unterstützt wurde er dadurch von seinem Bruder Will Keith Kellogg, welcher, aufgrund seiner Kurzsichtigkeit zeitlebens und völlig zu unrecht als “dimmwitted (trottelig, dämlich)“ betitelt, ab 1880 zuerst die Verwaltung und Geschäftsführung übernahm, aber aufgrund seiner Kreativität und Dynamik mit seinem Bruder die Entwicklung von neuen Diät- und Heilkostprodukten übernahm. Zusammen waren sie unschlagbar. Das führte dann wohl auch zu eben jenem Zufall, welche die Frühstücksgewohnheiten aller Völker für immer verändern sollte.

Als sie im Jahre 1894 erneut Versuche durchführten, um eine Alternative zu dem harten, fade und nicht wirklich wohl schmeckendem Brot zu finden. Dabei bleibt ein eigentlich für einen Teig bestimmter Weizen über Nacht in warmen Wasser liegen, wodurch er am nächsten Tag zur doppelten Größe aufgequollen war. Und hier zeigt sich das Genie der beiden:

Anstatt den Brei weg zu schütten, trennen sie die Körner, drehen diese durch Rollen, wodurch eine geschmeidige Linse entstand. Diese wurde dann wiederum über Nacht getrocknet. Das Ergebnis war ein wohlschmeckende, Nährstoffreiche und leicht herzustellende Weizenflocke, welche mit etwas Salz gewürzt schnell zu der Alternative zum Brot wurde, nach welcher sie knapp zwanzig Jahre zuvor zu suchen begannen. Diese Kreation schmeckte den Patienten so gut, das diese auch nach ihrer Behandlung nicht darauf verzichten wollten. Und obwohl der Name Granose nicht wirklich lecker klang, wurde das Produkt schnell zum verkaufsstarken Produkt. Zu der Gründung der “Battle Creek Toasted Corn Flake Company“ am 19. Februar 1906 produziert die Company etwa 1000 Schachteln pro Tag. Schon ein Jahr später produzieren etwa 300 Mitarbeiter 4000 Schachteln pro Tag. Und schon bald übersteigt die Nachfrage die Produktionskapazität der Firma – Anlass für Kellogg zu einer heute legendären Anzeigenserie, in der er auf seine Lieferengpässe aufmerksam macht, mit dem Effekt, dass die Nachfrage damit natürlich noch mehr steigt.hist_anzeige_kelloggs Das bewirkte eine Initialzündung der Werbung in den Staaten, denn diese war bis zu diesem Zeitpunkt wenig bis gar nicht präsent. Auch in diesem Feld zählen die Kelloggs-Brüder zu Wegbereitern einer heute nicht mehr weg zu denkenden Milliardenschweren Werbeindustrie. Denn von anfang an gingen sie frontal zur Sache.  kelloggs ad 4

Werbung war so neu wie das Automobil vom Laufband. Deshalb hatte sie auch einen Effekt, welchen man sich heute kaum vorstellen kann. Denn bis zum Jahr 1909 sind aus täglich 4000 Packungen unglaubliche 120000 Schachteln am Tag geworden. kelloggs ad 5Das hatten sie natürlich ihrem Genie und Geschäftssinn zu verdanke, denn sie erkannten schnell die Wirkung der Werbung.kelloggs ad 6 kelloggs ad1Doch das Glück der Brüder als Gemeinschaft hielt nicht ewig. Will kam 1906 auf die Idee, den Flocken zur Diversifizierung Zucker beizufügen, um alle Geschmäcker zu erreichen. Doch das widersprach der Philosophie von John Harvey, woraufhin sich die beiden zerstritten und bis zu ihrem Tode kein Wort mehr miteinander wechselten.

Hellmann’s – aus dem Spreewald in das kulinarische Herz der USA

Wir alle kennen wohl unzählige Erfolgsgeschichten aus den Staaten, die so nur das Leben selbst schreiben kann. Doch sticht eine Geschichte doch besonders hervor. Denn sie ist unmittelbar mit einer Region Deutschlands verbunden, die eigentlich uns gehört, aber an Bekanntheit in Übersee weit übertroffen wird. Wir assoziieren damit ganz klar unsere zweitdunkelste Stunde – nämlich die 41 Jahre unserer Geschichte,  wo wir nicht einfach mal über die Mauer in diese Region reisen konnten. Die Rede ist vom wunderschönen Spreewald. Dort, im beschaulichen Vetschau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz 2008_Karte_VETSCHAU_mitOrtsbez karte-vetschau-173931wurde am 22.06.1876 eine der wichtigsten Personen des ausgehenden 19. Jahrhunderts geboren. Sein Name war Richard HellmannRichard_Hellmann und er sollte zu den reichsten Amerikanern seiner aufsteigen.

Hellmann wurde als Sohn eines Sattlermeisters geboren. Er erlernte den Beruf des Kaufmanns. Bedingt durch seine Ausbildung im Spreewald hatte er umfassende Kenntnisse in der Herstellung von Mayonnaise erworben. Nach Tätigkeiten in Halle (Saale) und Hamburg ging er schließlich 1903 in die USA. Zwei Jahre später eröffnete er in New York einen Delikatesladen. Er heiratete die Tochter eines Delikatesswarenhändlers und begann mit der Herstellung von Mayonnaise, die in den USA viele Käufer fand. So wurde er schließlich zu einem der reichsten Männer Amerikas. Seine Heimatstadt vergaß er trotz seines Reichtums nicht. Auch mit Hilfe seiner Spenden wurden in Vetschau eine Turnhalle errichtet sowie ein Tennisplatz angelegt und der Rittersaal renoviert, um nur einige Dinge zu erwähnen. 1930 übergab Richard Hellmann der Stadt eine Stiftung mit einem Kapital von 1.250 Stück Aktien, die einen jährlichen Gewinn von 42.000 Reichsmark einbringen sollten. Über den Verbleib dieses Kapitals ist heute leider nichts bekannt. Dennoch kann die am 01. Februar 1995 wieder gegründete Richard-Hellmann-Stiftung aus den Zinsen des Verkaufs einiger Grundstücke, die R. Hellmann der Stiftung zur Verfügung gestellt hatte, weiterhin soziale Belange unterstützen.

Sein Wohlwollen für seine Heimatstadt war für deren Stadtväter Grund, ihn am 03.05.1929 zum Ehrenbürger von Vetschau zu ernennen. Die Übergabe der Ehrenurkunde erfolgte am 21.09.1929 in New York. Die Richard-Hellmann-Straße in der Nähe des Marktes und der Hellmannplatz neben der auch von ihm unterstützten Turnhalle in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße tragen zum ewigen Andenken an ihn bei.

Über sein Privatleben ist nicht viel bekannt, außer der Tatsache, das er sehr zurückgezogen lebte und ein großer Philanthrop war.  Er verstarb am 02. Februar 1971 im engsten Kreis seiner Familie in einem Hospiz in New York. Er hatte vier Kinder,  Robert, Raymond, Carol, und June, welche aber, soweit bekannt ist, fern dem Unternehmen blieben, welches 2000 an Unilever verkauft wurde.

Es ist schade, das so wenig über diesen Deutschen bekannt ist, denn er hat Deutschland und seine Kultur auf eine Weise bekannt gemacht, wie es nur sehr wenige, zum Beispiel Benz, Wagner oder Albert Einstein geschafft haben, denn die meistverkaufte und meistverspeiste Mayonnaise in den USA und weltweit heißt: Hellmann’s, und das wird wohl auch so bleiben!

Hostess – Twinkies, Ding Dongs und Company

Mit diesem Beitrag eröffnen wir eine ganz neue Kategorie hier auf unserem Dipworld-Blog: Die Kategorie Firmenwissen. Was sie mit diesem Wissen anfangen sollen? Nun, das bleibt natürlich ihnen überlassen, doch lohnt es sich garantiert, sich einige Geschichten, wie auch die über Hostess, zu Gemüte zu führen, was für viel Staunen und “Aha“-Erlebnisse sorgen wird. Viel Freude beim Lesen…

Beginnen wollen wir unsere neue Kategorie mit einem amerikanischen Urgestein…

 

Hostess

Zurück gehen die Wurzeln der Hostess Inc. auf das Jahr 1905, als Ralph Leroy Nafzigernafziger in Kansas City, Missouri, im Keller einer Kirche eine kleine Bäckerei mit Namen Nafziger Bakeries gründete. Diese konnte auch umgehend erste Erfolge feiern, sodass Nafziger kontinuierlich expandieren konnte, um 1925 seine 10 Backanlagen mit Purity Bakers fusionieren zu lassen. 1927 kaufte Nafziger sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Schultze Baking Company, welche zu ihrer Zeit das berühmte “Butternut Bread“Butternut herstellte. Schultze war bis dato die größte Einzelunternehmung in Chicago sowie in Illinois, was Nafziger einen Lichtsprung gleich nach vorne warf, um nach der Fusion der Schultze Baking  mit 7 kleineren Bäckereien der Westküste 1930 die Interstate Bakeries Corporation1280px-Interstate-bakeries1 zu gründen. Damit war ein Meilenstein gelegt, welcher bis heute an der selben Stelle liegt. Doch das war tatsächlich gerade einmal der Anfang ein unvergleichlichen amerikanischen Erfolgsgeschichte, welche den Mythos des amerikanischen Traums sicher wie kaum ein zweiter befeuert hat. Denn damit war das Fundament für eine Unternehmung gelegt, welche mehr amerikanische Klassiker hervorbringen sollte wie Ford oder Pepsi.

Angefangen hat dies alles mit dem namentlich wohl bekanntesten Vertreter: Dem Cupcake! Denn diese produzierte die mit der IBC fusionierte Taggart Bakery schon Ende 1918, sodass am 11. Mai 1919 der erste industriell hergestellte und in Plastikfolie verpackte Cupcake verkauft wurde. Zwar gilt Hostess nicht zwingend als Namensgeber, doch etablierte sich dieser Name für die Kuchenform und durchdrang sowohl den englischen als auch den europäischen Sprachraum, obwohl es weitere 100 Jahre dauerte, bis dieser Begriff endgültig auch bei uns angekommen war. So gilt Hostess heute als Erfinder des Cupcakes. Und diesen kennt heute wirklich jeder, denn weltweit gibt es dafür jetzt unterschiedlichste Varianten, in Japan werden Cupcakes sogar nach traditionellen japanischen Rezept “moderniesiert“, also als Reiskuchen mit modernen Füllungen und Glasuren. Cupcakes sind also nicht mehr wegzudenken.

Sechs Jahre später sollte der nächste große Renner zum Sortiment dazustoßen. Denn mit dem Wonder Bread, einer Art süßem Weißbrot, was im Geschmack sehr an Rosinenbrötchen erinnert, war auch die Idee zu Hostess geboren, eine Art eigene Produktlinie der IBC für Törtchen und Küchlein.  Und mit diesem zwar überschaubaren, aber dennoch sehr erfolgreichen Sortiment musterte sich die IBC schnell zur größten Industriebäckerei in den Staaten. Doch die eigentliche Erfolgsgeschichte sollte erst 1930 beginnen…

Denn seid ein paar Jahren arbeitete der eifrige und erfinderische James A. Dewarjamesdewar als Bakery Manager bei der IBC. Eines Tages bemerkte er (und es muss ihm wie Schuppen aus den Augen gefallen sein), das doch recht viele Maschinen in Produktionspause gehen mussten, da sie teilweise sehr spezifisch und nur zur Herstellung einzelner Komponenten von Nöten waren. Und darin lag die eigentliche Genialität: Warum die Füllungsmaschinen nicht einfach mit diversen Füllungen versehen und somit viele neue anderer Küchlein entwickeln? Im speziellen ging es ihm um das “Strawberry Shortbread“, welches eben nur saisonal produziert werden konnte, da Erdbeeren nicht ganzjährig wachsen. Und so kam er auf die geniale Idee, der Maschine Bananen zur Füllung zu geben, welche mit einer Creme haltbar und verwendbar gemacht wurde.  Diese wurde dann einfach in die Shortcakes eingespritzt und sollte eine wunderbare Kombination ergeben. Auf einer kurzen Fahrt zu einem Lieferanten verspeiste er gerade so ein neuentwickeltes Schätzchen, als er auf einer Reklametafel den letztendlichen Coup entdecken sollte: Denn dort wurde für einen Schuh geworben, den “Twinkle Toe Shoe“ – eine amerikanische Ikone, der Twinkieegon-spengler-twinkie war geboren.

Damit hatte die IBC im wahrsten Sinne des Wortes eine “Golden Sponge“-Ader getroffen, denn nun flossen Gewinne in Strömen, und das obwohl die große Depression gerade in vollem Gange war. Oder gerade weil, denn für einen Nickel (5cent) bekam man zwei in eine Folie “gewrappte“ Küchlein.twinkie-history Umgerechnet sind das heute etwa 70 cent, sodass sich selbst in schlimmsten Zeiten jedermann einen Twinkie leisten konnte. Und das erklärt sich nicht nur durch seinen enorm hohen Zuckergehalt. Für die Amerikaner ist der Twinkie so etwas wie das zweischneidige Damoklesschwert, denn auf der einen Seite ist der Twinkie die wohl beliebteste Süßware, zum anderen gibt es kaum ein mit so vielen negativen Quärelen und Anhaftungen versehenes Produkt. Und doch hat sich diese kleine unwiderstehliche Versuchung bis heute gehalten und sogar aktuell zwei große Insolvenzen überlebt, auch wenn selbst die genialsten Wirtschaftsweisen der USA bis heute keine Ahnung haben, wie die einst größte Bäckerei nach 85 Jahren Bankrott gehen konnte. An der Firmenpolitik lag das wohl nicht. Vielleicht aber an einem der größten Streiks in der Geschichte? Wer weis das schon…

Neben den berühmten Cupcakes und Twinkies zählt Hostess Brand (vormals IBC, dann Continental, dann Hostess Brand) noch weitere Leckereien und Küchlein im Sortiment. So vor allen Suzi Q’s, Ho Hos, Ding Dongs , Zingers, Sno Balls und Donettes. Und diese ganzen fabelhaften Sorten erlebten zum Glück in den letzten zwei Jahren ein Revival, denn nach der großen Pleite von Hostess Ende 2012 war keine Rettung in Sicht. Bis sich die in Kanada ansässige Holding Vachon Inc. von Saputo Incorporated ein Herz fasste, und die Produktion der gesamten Linie von Hostess in Kanada übernahm. Und siehe da, seit dem alle Anteile in den Staaten verkauft wurden, entwickelt sich Hostess gerade wieder unter dem Dach der Hostess Brands, LLC zu einer erfolgreichen Aktiengesellschaft. Vielleicht wurde endlich das Potential für Übersee und den asiatischen Raum erkannt, denn nicht nur der Ami liebt Twinkies und Co, auch die Europäer kommen bald nicht mehr ohne aus. Eine sehr positive Entwicklung, wie wir finden, denn es gibt wirklich keinen Ersatz für Ding Dongs und Ho  Hos, und das geht nun wirklich gar nicht! In diesem Sinne, Häng dich rein…

 

 

Wie gelingt der perfekte S’more – eine Anleitung

Es klingt komisch. Und ja, irgendwie sieht es sogar komisch aus. Oder eher befremdlich, zumindest aus der Sicht eines Deutschen, denn diese umwerfend leckere “Crackersandwich“-Variante ist das so ziemlich dekadenteste und “schmandigste“ Naschvergnügen, was uns unsere Freunde aus Übersee lehren konnten. Und trotz der wirklich kinderleichten Herstellung und der damit verbundenen Geselligkeit (S’Mores sind ein MUSS für jedes Lagerfeuer) traut sich hier wohl niemand so recht an diese kleinen Leckerbissen. Doch das soll sich bald ändern – denn hier ist die Anleitung, um den perfekten S’More  herzustellen…

Das musst du einfach probieren.
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Am wichtigsten ist die korrekte Vorbereitung. Leg dir alle Zutaten plus Stock schon vorher bereit, sodass du fix reagieren kannst. Denn im richtigen Moment entscheiden Sekunden über das Gelingen eines perfekten S’Mores. Die originalen, also laut amerikanischem Rezept, S’Mores werden mit folgenden Zutaten hergestellt:

Dann ist es also so weit! Mittlerweile solltest du schon ein Feuerchen brennen haben. Natürlich kannst du auch diverse andere Hitzequellen benutzen. Aber über echtem Lagerfeuer gelingen sie am besten. Doch Vorsicht: Anzünder und ähnliches müssen verflogen sein, da so ziemlich jede Nuance in den Geschmack des S’More einfließt. Es muss also ein “sauberes“ Feuer sein.

Nun bereitest du den Cracker vor. Zerbreche ihn in zwei gleichgroße Hälften. Diese sollen die Sandwiches sein. Zerbrich die Schokolade so, das sie sich gut an den Cracker anpasst, jedoch in der Fläche noch etwas kleiner ist als der Cracker. Bei der Verwendung Hersheys Milk Chocolate  sei gesagt, das ein “Feld“ eines Riegels die perfekte Größe hat. (Hershey weis eben, was gut und clever ist! 😉 ) Dann lege die Schokolade auf einen der zwei Cracker, der andere bleibt frei. Jetzt beginnt die heiße Phase, denn jetzt steckst du den Marshmallow auf dein Stöckchen und hältst ihn übers Feuer. Wichtig ist, in die Flache Seite des Marshmallows einzustechen, damit er die Form wahrt.  Über dem Feuer ist dringend zu beachten, das Objekt der Begierde in ständiger Drehbewegung zu halten, damit er gleichmäßig goldbraun wird. Doch auch hier kann nach dem Motto gesmored werden: Jeder wie er es mag! Nun platzierst du den heißen Marshmallow noch am Spieß auf dem Cracker mit der Schokolade und drückst mit dem freien Cracker die ganze Masse ein wenig zusammen. Nun kannst du den Spieß aus dem S’More entfernen. Dabei sollte die Schokolade schon am schmelzen sein. Nun wartest du noch etwa 30 Sekunden damit die ganze Masse die richtige Konsistenz erreicht und fertig ist dein perfekter S’More.

Smores: graham wafer crackers with melted marshmallows and chocolate. This camping favorite is prepared over an open flame and makes a great treat.

Richtig gemacht solltest du die nächsten Tage Bauchschmerzen haben, denn S’Mores sind so lecker, das man nicht aufhören kann und will. Die ganze Prozedur kann natürlich auch mit äquivalenten Produkten durchgeführt werden. Nur dann, und das ist sicher, wird dein S’More kein perfekter S’More, doch wer mag schon unperfekte S’Mores? In diesem Sinne, häng dich rein!

Leckere Rezepte & mehr…

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